Laut eines wichtigen Konjunkturindikators hat sich die Stimmung in Chinas Industrie im vergangenen Monat gebessert. Wie das nationale Statistikamt in Peking am Freitag mitteilte, stieg der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) im März von 49 auf 50,2 Punkte.

Damit schlug der Index die Erwartung von Analysten, die im Durchschnitt mit einem Wert von 49,3 Punkten gerechnet hatten. Erstmals seit vergangenen Juli liegt der PMI nun wieder über der wichtigen Marke von 50 Punkten, was eine Erholung der Industrie signalisiert. Werte unter 50 Punkten deuten dagegen auf eine Schwächephase hin.

Standard & Poor's droht mit Herabstufung

Stabil zeigte sich auch der Dienstleistungssektor, dessen PMI im März von 52,7 auf 53,8 Punkte stieg. Zuvor gab es in dieser Woche eine Reihe schlechter Nachrichten für Chinas Wirtschaft: Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) senkte ihr Wachstumsziel für die zweitgrösste Volkswirtschaft um 0,2 Prozent auf nun noch 6,5 Prozent für dieses Jahr. Am Donnerstag drohte die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) zudem mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit Chinas.

Sie habe den Rating-Ausblick für das Land von «stabil» auf «negativ» gesenkt, teilte die Agentur mit. Anfang März hatte bereits die Ratingagentur Moody's den Ausblick für die Kreditwürdigkeit des Landes gesenkt.

(sda/gku)