Die Geschäftslage in der Schweizer Privatwirtschaft ist einer von der ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF im April durchgeführten Umfrage zufolge im Vergleich zum Vormonat nahezu unverändert geblieben. Seit Jahresbeginn habe sie sich allerdings leicht verschlechtert, wie die KOF am Montag schreibt.

Im Verarbeitenden Gewerbe habe sich die Geschäftslage im Quartal leicht eingetrübt, die Unternehmen beurteilten ihre Situation aber weiterhin als befriedigend, so die Mitteilung. Die Kapazitätsauslastung habe sich mit saisonbereinigten knapp 82 Prozent jedoch kaum verändert und die Auslastung der Maschinen und Geräte bleibe unterdurchschnittlich. Im Baugewerbe verbesserte sich derweil die Geschäftslage. Im Gegensatz zur Situation vor einem Jahr seien die Bauunternehmen durch die Witterung im April kaum behindert gewesen.

Detailhändler wollen mehr Mitarbeiter einstellen

Auch die Detailhändler bewerteten ihre Geschäftslage im April deutlich günstiger als bisher. Sie beabsichtigen, die Zahl der Mitarbeitenden zu erhöhen und rechnen insgesamt mit einem positiveren Geschäftsverlauf in der nächsten Zeit, so die Umfrage. Die Geschäftslage im Gastgewerbe kühlte sich dagegen zum zweiten Mal in Folge ab, die Ertragslage habe sich hier seit Jahresbeginn merklich verschlechtert, schreibt die KOF weiter.

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Die Finanz- und Versicherungsdienstleister konnten die gute Geschäftslage zu Jahresbeginn nicht ganz bis ins Frühjahr halten. Insbesondere bei den Versicherungen habe sich die Geschäftssituation etwas eingetrübt. Bei den übrigen Dienstleistern sei die Geschäftslage derweil weiterhin gut.

Die KOF hat in der Umfrage vom April die Antworten von mehr als 6'000 Unternehmen aus der Industrie, dem Baugewerbe und den wichtigsten Dienstleistungsbereichen einfliessen lassen. Dies entspreche einer Rücklaufquote von etwa 57 Prozent.

(awp/me/sim)