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Erholung
Wirtschaft Spaniens wächst kräftig

Spanische Fahne:

Die Wirtschaft im angeschlagenen Land nimmt immer mehr an Fahrt auf: Das Bruttoinlandprodukt verzeichnete den höchsten Zuwachs seit Ende 2007. Dennoch ist die Baustelle in Spanien gross.

Veröffentlicht am 30.07.2014

In Spanien zeichnet die wirtschaftliche Entwicklung zurzeit ein zweigeteiltes Bild: Während die Wirtschaft immer mehr Fahrt aufnimmt, fallen die Verbraucherpreise wieder zurück. Ausschlaggebend dafür dürften vor allem schwache Lohnerhöhungen infolge der hohen Arbeitslosigkeit und geringe Preissteigerungen der Unternehmen wegen einer zurückhaltenden Binnennachfrage sein.

In der Folge gingen die Verbraucherpreise - berechnet nach europäischem Standard (HVPI) - im Juli zum Vorjahresmonat um 0,3 Prozent zurück. Dies teilte das nationale Statistikamt INE in Madrid mit. Damit liegt die Inflationsrate so niedrig wie seit Oktober 2009 nicht mehr. In den Vormonaten waren die Preise leicht gestiegen oder hatten stagniert. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Euroraum eine Rate von knapp zwei Prozent an. Dieses Ziel wird seit über einem Jahr deutlich unterschritten.

Stärkster Zuwachs seit 2007

Das spanische Wachstum zieht dagegen zusehends an. Wie INE ebenfalls mitteilte, lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 0,6 Prozent höher als im ersten Vierteljahr. Das ist der stärkste Zuwachs seit dem Schlussquartal 2007, also seit sechseinhalb Jahren. Sowohl die Markterwartungen als auch eine Vorabschätzung der spanischen Notenbank wurden übertroffen. Die Zentralbank hatte vor einer Woche eine Rate von 0,5 Prozent genannt. Im Jahresvergleich stieg das BIP im zweiten Quartal um 1,2 Prozent.

(awp/dbe)

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