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Auszeichnung
Wirtschaftsnobelpreis: Amerikaner und Franzosen liegen vorne

WASHINGTON, DC - SEPTEMBER 12:  Former Federal Reserve Board Chairman Ben Bernanke answers questions at a conference with former U.S. Treasury Secretary Timothy Geithner and former U.S. Treasury Secretary Hank Paulson at the Brookings Institution September 12, 2018 in Washington, DC. The three participated in a conference on "Responding to the Global Financial Crisis: What We Did and Why We Did It."  (Photo by Win McNamee/Getty Images)
Ben Bernanke: Wird als möglicher Nobelpreisträger gehandelt. Quelle: 2018 Getty Images

Heute wird der Nobelpreis für Wirtschaft verkündet. Mehrere Kandidaten werden als mögliche Gewinner gehandelt – hier sind die Namen.

Veröffentlicht am 08.10.2018

Wird es wieder ein US-Amerikaner? In Stockholm wird heute der Preisträger des diesjährigen Wirtschaftspreises bekannt gegeben. Experten favorisieren auch die Arbeiten zweier französischer Forscher.
Die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie gibt am heutigen Montag (gegen 11.45 Uhr) den diesjährigen Nobelpreisträger für Wirtschaft bekannt.

Top-Ökonomen deutscher Wirtschaftsinstitute sehen Forscher aus den USA als Favoriten, aber auch Franzosen werden Chancen eingeräumt. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Kein klassischer Nobelpreis

Der Wirtschaftspreis gehört – anders als die Auszeichnungen für Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden – nicht zu den klassischen Nobelpreisen. Im Testament des schwedischen Industriellen Alfred Nobel taucht er nicht auf.

Die schwedische Reichsbank stiftete den Preis erst 1968 im Gedenken an Nobel.
Seit der ersten Verleihung 1969 wurden vor allem Ökonomen aus den USA ausgezeichnet. Nur ein Deutscher wurde bisher geehrt: der Bonner Spieltheoretiker Reinhard Selten im Jahr 1994.

US-Amerikaner sind als Kandidaten im Gespräch

In diesem Jahr sehen Experten wieder gute Chancen für US-Ökonomen. Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), hält die US-Amerikaner Michael Woodford und Ben Bernanke für preiswürdig und hebt ihre Arbeiten zur Geldtheorie und Geldpolitik hervor. Achim Wambach, Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), favorisiert die US-Forscher Paul Milgrom und Robert Wilson für deren Theorie zu Auktionen.

Christoph Schmidt, Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) räumt der gebürtigen Französin Esther Duflo Chancen ein. Sie forsche «sehr erfolgreich» über Armutsbekämpfung. Auch Gustav Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung favorisiert mit Olivier Blanchard einen Franzosen. Er habe sich zum Beispiel durch seine Forschung um die Auswirkungen der Sparpolitik in Griechenland verdient gemacht.

Letztes Jahr gewann Richard Thaler

Vergangenes Jahr zeichnete die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie den US-amerikanischen Forscher Richard Thaler für seine Arbeiten zur Verhaltensökonomie aus. Seine Forschung, so die Jury, habe bedeutsam zum Verständnis der Psychologie der Ökonomie beigetragen. Die mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 870 000 Euro) dotierte Auszeichnung wird gemeinsam mit den traditionellen Nobelpreisen am 10. Dezember – dem Todestag Nobels – in Stockholm verliehen.

(reuters/mbü)

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