Alles nur eine unnötige Protzerei? Nicht wirklich. Die Verbreitung von Breitband-Anschlüssen hilft einer Volkswirtschaft beim Wachsen. In vielen Studien zur Wettbewerbsfähigkeit von Ländern ist die Qualität der Verbindung zum weltweiten Datennetz deshalb ein zentrales Kriterium. Der Effekt lässt sich in Zahlen ausdrücken: Die deutschen Ökonomen Nina Czernich, Oliver Falck, Tobias Kretschmer und Ludger Wössmann fanden heraus, dass bei einer Steigerung der Anschlussrate ans Breitbandnetz um 10 Prozent das Wirtschaftswachstum eines Staates zwischen 0,9 und 1,5 Prozentpunkten zulegt.

Das sieht man auch bei der Internationalen Fernmeldeunion ITU in Genf so: «Das Internet – insbesondere Breitband-Internet – wurde zu einem der wichtigsten Schlüssel für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Der Bereich muss vordringlich behandelt werden, auch in den ärmsten Ländern», eklärte ITU-Generalsekretär Hamadoun Toure kürzlich. Eine Investition in die technische Infrastruktur lohnt sich also allemal.

Geschwindigkeit von Abfragen gemessen

Das haben einige Regierungen begriffen, wie ein Blick auf die neuste Rangliste der Länder mit den schnellsten Internetverbindungen zeigt. Sie wurde vom grossen amerikanischen Cloud-Service-Provider Akamai zusammengstellt. Er mass dabei die Geschwindigkeit von Abfragen aus diversen Ländern. Die Resutate sind überraschend – und sie zeigen, dass die Schweiz noch Verbesserungspotenzial hat.

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Sehen Sie in der Bildergalerie oben die Länder mit den schnellsten Internet-Verbindungen.