China plant, Spekulationen mit seiner Währung eindämmen. Dazu werden Banken Obergrenzen für den Eigenbesitz der Landeswährung Yuan vorgegeben, kündigte die Devisenaufsicht an. Diese müssen bis Ende Juni eingehalten werden.

Betroffen davon sind Banken, deren Kredite in Fremdwährungen im Vergleich mit den Devisen-Einlagen ungewöhnlich hoch sind. Begrenzt werden soll auch die Möglichkeit, Kredite in ausländischen Währungen aufzunehmen.

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Viele Unternehmen haben sich Dollar geliehen, da sie mit einer Aufwertung ihrer Währung rechnen. Kommt diese, wird die Rückzahlung für sie billiger. In den ersten drei Monaten 2013 legten die Kredite in Fremdwährungen um 10 Prozent zu.

«Mass an Toleranz» verletzt

Der Yuan-Kurs ist seit Jahresbeginn um 1,2 Prozent gestiegen und erreichte zuletzt immer neue Rekordhöhen. Die Aufwertung ist für chinesische Verhältnisse kräftig, da die Notenbank nur geringe Schwankungen erlaubt.

Die neuen Regeln zeigten, dass das «Mass an Toleranz» verletzt worden sei, sagte der Chef des asiatischen Devisengeschäfts bei der Grossbank HSBC, Paul Mackel. Nach Bekanntgabe der Massnahmen fiel der Yuan-Kurs um 0,3 Prozent.

Die Yuan-Spekulation wird nach Einschätzung von Experten auch von chinesische Exporteure angeheizt. Viele von ihnen stehen unter Verdacht, hohe Ausfuhren nach Hongkong auszuweisen, um dort ihr Geld leichter in Dollar tauschen und die Kapitalkontrollen umgehen zu können.

(tno/aho/sda)