Im Februar 2016 ist die Zahl der Firmenkonkurse in der Schweiz gestiegen. Mit insgesamt 459 lag sie um 10 Prozent über dem Vorjahreswert. Die ist eine Verschlechterung gegenüber Januar, als die Zahl der Insolvenzen um 4 Prozent Firmenpleiten gesunken war. Kumuliert ergibt sich für den Zeitraum Januar und Februar 2016 ein Anstieg um 4 Prozent auf 774, wie der Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode D&B am Freitag mitteilte.

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In en ersten zwei Monaten 2016 verzeichneten die Zentralschweiz (-28 Prozent), das Tessin (-13 Prozent) sowie das Espace Mittelland einen Rückgang (-11 Prozent) bei den Insolvenzen. Besonders deutlich stieg dagegen ihre Zahl in der Südwestschweiz (+24 Prozent) und in Zürich (+18 Prozent). Laut Bisnode bestand das grösste Risiko einer Firmenpleite im Baugewerbe, im Gastgewerbe sowie bei Handwerksbetrieben.

Flaute im Tessin

Die Zahl der Neugründungen nahm sowohl im Februar als auch in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres zu. So wurden im Februar 3602 (+10 Prozent) Firmen neu ins Handelsregister eingetragen. Für Januar und Februar zusammen stieg die Zahl um 4 Prozent auf 6752. Dabei verzeichneten alle Regionen bis auf das Tessin ein Plus. Besonders viele Neugründungen gab es in der Textil- und Bekleidungsindustrie, der Holz- und Möbelindustrie sowie im Gastgewerbe.

Wie aus der Statistik von Bisnode ebenfalls hervorgeht, hat die Zahl der sogenannten Organisationsmängel-Liquidationen (nach OR 713b) sowohl im Februar (+131 Prozent) als auch in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres (+47 Prozent) zugenommen.

(awp/ise/ama)