Der US-Notenbanker Eric Rosengren hält trotz der zuletzt schwachen Daten vom Arbeitsmarkt noch im laufenden Jahr eine Zinswende für möglich. Werde zu lange gewartet, laufe die Federal Reserve in Gefahr, die Zinsen zu abrupt anzuheben und dies erhöhe die Wahrscheinlichkeit, mehr Fehler zu machen, sagte der Präsident der Fed von Boston der Nachrichtenagentur Reuters.

Zugleich nannte Rosengren, der im kommenden Jahr bei Zinsentscheidungen wieder stimmberechtigt ist, Bedingungen für eine weitere Verschiebung der ersten Zinsanhebung seit der Finanzkrise 2008. Sollte die US-Wirtschaft weniger als zwischen 2,0 und 2,5 Prozent wachsen oder die Arbeitslosenquote über den Wert von 5,1 Prozent steigen, würde er mit diesem Schritt bis 2016 warten, sagte Rosengren.

Zeichen der Schwäche

Im September wurden nur 142’000 neue Jobs geschaffen, während Experten 203’000 erwartet hatten. Zugleich wurden die Angaben für die beiden Vormonate nach unten korrigiert: Das Ministerium meldete für August nun ein Stellenplus von 136’000, nachdem zunächst ein Anstieg um 173’000 gemeldet worden war. Auch für den Juli wurde die Zahl nach unten revidiert, auf ein Plus von 223’000 Jobs, nach bislang gemeldeten 245’000 Stellen.

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Damit zeigte die US-Wirtschaft erstmals Zeichen der Schwäche. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 5,1 Prozent. Entsprechend kamen Spekulationen auf, die Zinswende in diesem Jahr sei in Gefahr.

(reuters/ise/hon)