Kaum eine Stunde, bis die ­voluminösen Ledersessel, die adretten Sitzgruppen in der Lobby des Edelhotels Suvretta House nicht restlos besetzt wären. Meistens von Männern in eher lockerer Businesskleidung, immer wieder Hände schüttelnd, ab und zu von einer Frau. Es ist Kryptozeit in St. Moritz, und wenige Tage vor dem WEF treffen sich hier an der Crypto Finance Conference die Vermögenden mit jenen, die deren Geld anlegen wollen oder Kapital suchen. Die Ledersessel – sie machen die Verhandlungen einfach angenehmer.

Die Gäste wollen alle das eine: Irgendwie im neuen Sektor Krypto anlegen. «Partizipieren», wie das im Jargon heisst. Noch vor zwei Jahren – während des grossen Hypes – fand jedes noch so abstruse Projekt mit seinen eigenen Krypto-Coins seine Geldgeber. Doch heute sind die Investoren wählerischer. Was sie neben dem Direktkauf von Bitcoins vor allem interessiert, ist die neue Infrastruktur, die gerade aufgebaut wird. Auch in der Schweiz.