Seit Donnerstag ist die Office-Palette von Microsoft auch als App für das Apple-Tablet iPad erhältlich. Damit beging der neue Microsoft-Chef Satya Nadella quasi einen Tabubruch. «Willkommen auf dem iPad und im App Store», twitterte daraufhin Apple-Chef Tim Cook erfreut – was Nadella als Teil der offensichtlich neuen Apple-Microsoft-Freundschaft prompt erwiderte (siehe unten).

Das Resultat: Word, Excel und Powerpoint führen seither die Charts der kostenlosen Apps für das iPad an. Doch: Das Prädikat «kostenlos» gilt nur vordergründig. Wer sich die App auf das Apple-Gerät heruntergeladen hat, kann damit zwar Dateien, die mit dem Microsoft-Office-Paket erstellt worden sind, öffnen. Das Bearbeiten oder gar Erstellen geht allerdings nur in Verbindung mit einem Office-365-Abonnement.

Office-Abonnement ab 120 Franken

Dieses ist in der Schweiz in verschiedenen Abonnementsstufen und Ausgestaltungsvarianten ab einem Preis von monatlich 11.95 Franken oder jährlich 119.95 Franken erhältlich. Daran verdient nicht nur Microsoft, sondern im Falle einer Aktivierung des Abonnements innerhalb der iPad-Apps auch die Konkurrenz: 30 Prozent der Einnahmen gehen an Tim Cook & Co. in Cupertino. Das verlange der Apple-Entwickler-Vertrag, dem sich nun auch Microsoft gebeugt hat, heisst es.

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Diese Zwangsabgabe an Apple sei laut Insidern mit ein Grund für die zögerliche Entwicklung und Veröffentlichung von Office für iOS gewesen.

— Tim Cook (@tim_cook) 27. März 2014
— Satya Nadella (@satyanadella) 27. März 2014