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Beim Städtetrip New Yorks grüne Oasen finden

Francis Lewis Park: Eine von 1'700 Grünanlagen in New York.   New York City Department of Parks

In New York gibt es viele Parks. Doch welcher bietet was? Mit der App Explore NYC Parks haben Sie den Durchblick über 1'700 Grünanlagen in der amerikanischen Metropole.

Von PAUL-CHRISTIAN BRITZ (Bold Economy)
am 22.09.2014

New York ist eine tolle Stadt, aber sie stresst! Der Strassenverkehr, schrappelnde Hubschrauber, quietschende U-Bahnen, graue Hochhäuser und ihre brummende Belüftung - das alles geht mir doch manchmal auf den Zeiger. Jede Auszeit, jedes Stück Grün und etwas Ruhe sind da Balsam für die Seele. Zum Glück gibt es in der Stadt ja aber viele Parks, in denen man beim Sport, Musikhören  oder einfach beim Entspannen die Grossstadt ausblenden kann.

Unter den 1'700 Parks (naja, da sind auch ein paar bessere Blumenbeete dabei) den richtigen für jede Gelegenheit zu finden, dabei soll mir Explore NYC Parks helfen. Die Anwendung hat gerade den «Big-App»-Preis der Stadt New York und damit 25'000 Dollar Preisgeld gewonnen. Die Auszeichung geht an Technologien, die «das Leben in New York verbessern».

Orientierungshilfe für Besucher

Der Brooklyner Entwickler Andy Glass hat die App aber eben nicht nur für eingefleischte New Yorker, sondern auch für Besucher gemacht, erzählt er mir am Telefon. «Wenn ich in eine fremde Stadt komme, dann gehe ich dort auch immer in die Parks. Dort kann ich sehen, wie die Leute wirklich leben, ganz authentisch.»

Die App für iPhone und Webbrowser greift auf Google Maps zurück. Beim Blick auf die Karte fällt natürlich sofort der grosse grüne Fleck ins Auge: der Central Park. Die riesige grüne Fläche beherbergte früher ein Kastell, erfahre ich durch die App. Über die Filter-Funktion der Anwendung habe ich nach Veranstaltungen gesucht und «Geschichte» gewählt (Kunst, Musik, Senioren, Kinder, Halloween und eine Menge anderer gibt es auch noch).

Parkführung und weitere Aktivitäten

So bin ich bei der Parkführung «Vor dem Central Park – die Festungslandschaft» am Freitag um die Mittagszeit gelandet. E-Mail-Adresse und Telefonnummer für die Anmeldung stehen praktischerweise direkt dabei oder ich kann mich zur Webseite durchklicken. Ob das aber «authentisch» ist, sprich: Wie viele echte New Yorker machen das wohl?

Lebensechter ist da hingegen eine der vielen Sport-Aktivitäten, die New Yorker im Park machen. Auch danach kann ich die Parks in der App filtern. Für Eislaufen scheint es noch etwas früh im Jahr, aber wie wäre es mit etwas Tennis zum Auspowern? Die meisten der 74 Parknamen, die die App mir ausspuckt, sagen mir als Neu-New-Yorker natürlich nichts – eine Kartenansicht würde mich hingegen weiterbringen. Ich filtere in den Ergebnissen noch nach «WLAN anbieten» – ideal auch für Besucher ohne amerikanische Sim-Karte oder Datenpaket. Damit lande ich immerhin noch bei 18 Parks mit Tennisplatz. Erlaube ich der App meinen Standort zu benutzen, erfahre ich schnell auch noch, wie weit der Park weg ist.

Auf Entdeckungsreise

Aber eigentlich wollte ich doch Natur und Ruhe, erinnere ich mich. Über die «Führ mich auf ein Abenteuer»-Funktion finde ich ironischerweise genau das. Die App schlägt mir vor eine Tour auf die «langsamere» Insel Governors Island zu machen, wo sich eine Hängematten-Grotte befinden soll. Tolle Idee, merke ich mir fürs Wochenende! Aber jetzt wird es nach so viel Starren auf den Bildschirm endlich Zeit zum Abschalten. Also nutze ich die Umgebungssuche (die auch mit Karte funktioniert) und mache mich auf zum nächsten Flecken Grün, den mir die App anzeigt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Bold Economy – das umfassende Nachrichtenportal zur digitalen Revolution.

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