Bei der letzten iPhone-Vorstellung wartete Apple-Chef Tim Cook mit einer Premiere auf: Nebst dem eigentlichen Flaggschiff der technischen Weiterentwicklung, dem iPhone 5S, wurde auch eine Billigvariante namens 5C vorgestellt. Nicht mehr in Silber, Gold oder Titangrau – sondern in poppigen Farben.

Ein Verkaufserfolg ist die Modellreihe nicht, wie sich auch unschwer an den ungewohnten grossflächigen Werbeplakaten im iPhone-Land Schweiz erkennen lässt. Bereits beim Verkaufsstart gingen vier Mal mehr 5S als 5C weltweit über die Ladentische. Jetzt hat der Computerriese aus Cupertino reagiert: Seit heute ist das iPhone 5C auch mit einer Speicherkapazität von 8 Gigabyte (GB) erhältlich – und somit nochmals günstiger als die bisher kleine 16-GB-Variante.

Unwesentlich günstigerer Preis

Grundsätzlich ist die Stossrichtung von Apple klar: Auch weniger zahlungskräftige Kundschaft soll erreicht werden. Ob das gelingt, bleibt erneut fraglich: Mit 549 Euro ist das Gerät im deutschen Online-Shop lediglich 50 Euro günstiger als die 16-GB-Variante. «Wer soviel Geld in die Hand nimmt, ist auch bereit, noch 150 Euro draufzulegen und so ein viel edler verarbeitetes und besser ausgestattetes iPhone 5S zu kaufen», wird kritisiert.

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Dass die Euro-Preise als Massstab herhalten müssen, hat einen ganz einfachen Grund: Die neue 8-GB-Variante des iPhone 5C ist in der Schweiz vorerst noch nicht erhältlich. Allzu grosse Enttäuschung dürfte das nicht hervorrufen: Die Speicherkapazität ist äusserst knapp bemessen, netto – also abzüglich des Betriebssystems und weiterer notwendiger Dienste – dürften dem Anwender wohl nur rund 6 GB übrigbleiben.