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Kolumne
Digitales Leben: Die App gegen das Laster

Smartphone-Nutzer: Die Raucher-App hilft, Geld zu sparen. Keystone

Im Leben wimmelt es von schlechten Angewohnheiten. Zum Glück gibt es ganz viele Apps, die uns helfen, mit den Lastern schnell aufzuhören. So lässt sich sogar viel Geld sparen.

Von Tim Höfinghoff
am 20.05.2015

Einer meiner Kollegen hat mir stolz seine Lieblingsapp vorgeführt. Sie heisst Stop-Tabac, entwickelt wurde sie von der Universität Genf und soll ihm helfen, das Rauchen aufzugeben.

Früher habe ich den Kollegen nur selten gesehen, er stand ständig zur Raucherpause im Hof. Nun sehen wir uns viel öfter im Büro. Er macht dabei einen zufriedenen Eindruck. Das ist eigentlich ungewöhnlich für einen Raucher, der auf Entzug ist.

643 Franken gespart

Doch sein positiver Gemütszustand hat wohl damit zu tun, dass er gemerkt hat, wie viel Geld er nun spart. Seine Anti-Raucher-App sagt nämlich, er habe schon 643 Franken gespart. Die App hat errechnet, wie viele Zigaretten es waren, die er nicht geraucht hat: 1479 Stück. Die App hat viele Funktionen, bietet Service wie «Atemübung» und «10 Anti-Rückfall-Tricks».

Auch die Berechnung zur «gewonnenen Lebenszeit» dürfte bei den Nutzern rege Beachtung finden. Ich benutze noch keine Laster-App.

Lebenszeit gewonnen

Das hat mich selbst etwas überrascht, zumal es im Leben nur so von Lastern wimmelt: Alkohol etwa oder in der Nase bohren. Ich habe entschieden, mir ganz schnell eine passende App zu suchen. Anfangen würde ich mit der Stop-Tabac-App. Doch ich rauche leider nicht.

Tim Höfinghoff ist Textchef der «Handelszeitung». Hier schreibt er regelmässig über das digitale Leben.

 

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