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Kolumne
Digitales Leben: Muss ich eine Marke sein?

Gefällt mir: Bei Facebook für viel Geld zur Marke werden.  Keystone

Jeder müsse zur Marke werden - das predigen Social-Media-Fachleute oft. Doch soll man mit Geld nachhelfen, wenn die eigene Fanpage bei Facebook schlecht läuft?

Von Tim Höfinghoff
am 18.09.2015

Um erfolgreich durchs digitale Leben zu kommen, muss man sich selbst zur Marke machen. Das predigen zumindest Social-Media-Experten. Sonst sei man ganz schnell abgehängt, was die Zukunftschancen angeht.

Ich glaubte bisher, gut aufgestellt zu sein, bin bei LinkedIn, Xing und so weiter angemeldet. Dann habe ich gehört, dass auch Normalos wie ich eine Fanpage bei Facebook einrichten sollten. Zur Selbstvermarktung. Also habe ich mir so eine Seite eingerichtet, zusätzlich zum privaten Profil.

Nur wenig Klicks für Fanpage

Das Problem: Meine Fanpage läuft gar nicht gut. Sie ist schon mindestens zwei Jahre online, doch nur 14 Personen haben auf der Seite «Gefällt mir» geklickt. Das ist aus Marketingsicht eine Katastrophe.

Kein Wunder, dass Facebook mir anbietet, meine Seite «hervorzuheben». Das heisst, ich muss Geld investieren, damit mehr Menschen meine Seite sehen. Was das kostet? Das Werbebudget in eigener Sache beginnt zwar schon ab 1 Franken pro Tag. Die Laufzeit kann ich auch wählen.

Doch bei meinem Rückstand muss ich wohl ein sehr hohes Budget wählen. Ob sich das marketingtechnisch lohnt, muss ich jetzt erst einmal ausrechnen. Sicher ist: Es wird teuer.

Tim Höfinghoff ist Textchef der «Handelszeitung». Hier schreibt er regelmässig über das digitale Leben.

 

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