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Kolumne
Digitales Leben: «Pocket» liest jetzt auch vor

Die Audio-Funktion von Pocket: Funktioniert teils gut. Screenshot

Die App «Pocket» speichert nicht nur Texte, damit der Nutzer sie später lesen kann. Die Anwendung liest die Texte sogar vor. Allerdings klingt das in einer wichtigen Sprache seltsam.

Von Tim Höfinghoff
am 28.08.2015

Die App "Pocket" ist eine feine Sache. Immer wenn ich etwas im Internet finde, das ich später lesen will, speichere ich es in Pocket. Dies klappt auch mit Bildern und Videos. Allerdings ist meine gespeicherte Leseliste mittlerweile so gross geworden, dass ich es nicht mehr schaffe, sie abzuarbeiten.

Das Problem scheint auch Pocket bemerkt zu haben. Jedenfalls können sich Nutzer die Texte jetzt auch vorlesen lassen. Den Service gab es schon für Android-Nutzer, mittlerweile auch für Menschen wie mich, die in der Apple-Betriebswelt leben. Das neue Angebot ist ideal für mich, so schaffe ich deutlich mehr Texte: Selbst lesen – und wenn ich die Hände frei haben muss, lasse ich eben vorlesen.

Schalter regelt Vorlesegeschwindigkeit

Pocket behauptet, der Service laufe in allen Sprachen – automatisch, versteht sich. Das konnte ich nicht überprüfen. Auf Deutsch jedenfalls klappt es gut. Die Frauenstimme klingt sogar sympathisch. Es gibt zudem einen Schalter, mit dem man die Vorlesegeschwindigkeit regeln kann. Das Vorlesen funktioniert aber nur im Langsam-Modus. Steht der Schalter auf «Schnell», ist so gut wie nichts zu verstehen.

Es macht übrigens keinen Sinn, sich englische Texte vorlesen zu lassen. Die Stimme ist so einschläfernd, dass ich es nie schaffen würde, meine Leseliste mit englischen Texten abzuarbeiten.

Tim Höfinghoff ist Textchef der «Handelszeitung». Hier schreibt er regelmässig über das digitale Leben.

 

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