Die Digitalisierung hat uns alle zu fleissigen Arbeitern gemacht: Wir übernehmen ganz viele Aufgaben, die früher andere Menschen für uns erledigt haben. Zum Beispiel wenn wir eine Flugreise buchen.

Früher existierten noch Menschen, die einem ein Flugticket verkauften. Mittlerweile kauft die Mehrheit ihr Flugticket online, checkt online ein und marschiert mit dem auf dem Smartphone gespeicherten Barcode der Bordkarte direkt ans Gate und fliegt los. Vielleicht muss man noch kurz am Check-In-Automaten am Flughafen seinen Pass einlesen und einen Aufkleber für den Koffer ausdrucken.

Check-In-Automaten abgeschafft

Doch damit dürfte es bald auch vorbei sein. Jedenfalls hat die Fluggesellschaft Air Berlin angekündigt, ihre Check-In-Automaten abzuschaffen. Das klingt erstmal komisch und nach einem Rückschritt. Doch die Airline behauptet, die Kunden seien längst so onlineaffin und mobil unterwegs, dass es die Check-In-Kisten nicht mehr brauche.

Ich hoffe nur, dass dieser Trend sich nicht noch auf andere Branchen ausweitet und etwa auch im Supermarkt die Self-Check-Outs wieder abgeschafft werden. Ich hatte mich doch mit den Handscannern im Supermarkt immer so cool gefühlt.

Tim Höfinghoff ist Mitglied der Chefredaktion der «Handelszeitung». Hier schreibt er regelmässig über das digitale Leben.

 

 

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