Facebook plant nach der Übernahme von Oculus Rift virtuelle Realitäten für alle. Das inspiriert so Manchen zu neuen Ideen - von denen auch Legehennen profitieren könnten.

Eine Online-Welt mit mehr als einer Milliarde Bewohner. Das versprach Oculus CEO Brendan Iribe nach der Übernahme durch Facebook im März. Geht es nach der Zukunftsvision des Virtual-Reality-Spezialisten, dann könnte die Mehrheit von uns in wenigen Jahren die langweilige graue Realität durch eine virtuelle Welt unserer Wahl ersetzen.

Leben auf grünen Wiesen

Warum soll das eigentlich nur für Menschen gelten? Das fragte sich Grafikdesigner Austin Stewart - und dachte über neue Einsatzmöglichkeiten für die Simulatoren nach. Das Ergebnis heisst Second Lifestock und ist eine Kombination aus Helm und Headset, die das Leben von Legehennen deutlich lebenswerter machen soll. 

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Denn der Helm soll den armen Hühnern vorgaukeln, dass sie nicht in einem winzigen Käfig dahinvegetieren, sondern schöne Leben auf grünen Wiesen leben. Sie treffen andere virtuelle Hühner und essen virtuelles Futter.

Zum Nachdenken anregen

«Auf diese Weise können die Hühner sicher im Schutz der Anlagen leben und gleichzeitig erfahren, wie sich das Leben als freilaufendes Tier anfühlt.» Physische und psychologische Vorteile der Free Range-Variante würden so dank virtueller Realität mit denen von «konventioneller Landwirtschaft» vereint. 

Meint er das wirklich ernst? Nicht wirklich. Stewart will mit seinem Projekt genau auf die Absurdität unserer computergesteuerten Leben hinweisen. «Das Ziel», sagte der Designer bei der Vorstellung seiner Idee in Iowa, «ist es, die Frage danach zu stellen, woher wir eigentlich so genau wissen wollen, was das Beste ist, was humane Behandlung bedeutet - und uns fragen, warum wir uns eigentlich freiwillig in einem Leben einrichten, das dem der Legehennen nicht unähnlich ist.» Gute Frage.

 

Dieser Artikel erschien zuerst auf Bold Economy – das umfassende Nachrichtenportal zur digitalen Revolution.