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Digitales Leben
Taubendreck bei Instagram soll cool sein?

Instagram: Ich glaube, ich habe die falschen Freunde. Keystone

Instagram boomt - mittlerweile sind 400 Millionen Menschen bei dem Fotodienst angemeldet. Und es werden immer mehr. So viele Nutzer können nicht irren. Oder?

Von Tim Höfinghoff
am 22.10.2015

Der Fotodienst Instagram ist superwichtig. Sagen jedenfalls alle. Was nicht auf Instagram gepostet wird, existiert nicht. Das ist jedenfalls mein Eindruck. 400 Millionen Menschen sind bei der Facebook-Tochter angemeldet. So viele Nutzer können nicht irren. Oder?

Ich bin natürlich auch schon lange bei Instagram, aber eher als Karteileiche. Ich habe wenig Lust, jedes Mittagessen mit dem Smartphone zu fotografieren und bei Instagram hochzuladen. Oder coole Strandbilder.

Instagram soll gut fürs Marketing sein

Nun habe ich mich trotzdem vom Instagram-Fieber anstecken lassen und mich wieder eingeloggt. Mal sehen, was es zu sehen gibt, es sollen stets irre coole Bilder sein. Auch fürs Marketing soll Instagramm nur Vorteile bieten. Ich bin zwar keine Firma, aber schaden kann es nicht.

Das erste Bild, das ich auf Instagram sehe: Eine Katze. Auf einem Handtuch. Dann: Ein Etagenbett. Eine andere Bekannte postet etwas, das sie gehäkelt hat. Ein paar Tage später: Bilder von einer Kaffeemaschine. Ebenfalls zu sehen: Tauben, die ein Monument besudeln.

Das sollen coole Bilder sein? Ich glaube, ich habe die falschen Freunde. Nur bei Instagram natürlich.

Tim Höfinghoff ist Mitglied der Chefredaktion der «Handelszeitung». Hier schreibt er regelmässig über das digitale Leben.

 

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