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Österreich
Airbus-Chef im Visier der Wiener Justiz

Thomas Enders: war bei der Bestellung der Kampfjets 2003 noch Chef der Rüstungssparte.   Keystone

Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt offenbar gegen Airbus-Chef Thomas Enders wegen schweren Betrugs. Ihm wird ein milliardenschwerer Kauf von Kampfjets zum Verhängnis.

Veröffentlicht am 26.04.2017

Airbus-Chef Thomas Enders gerät im Zusammenhang mit einem milliardenschweren Kauf von Kampfjets durch Österreich ins Visier der Strafverfolger. Laut einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Dokument ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien gegen den Konzernchef des Flugzeugbauers wegen schweren Betrugs.

Eine Sprecherin der Behörde bestätigte die Untersuchungen. Airbus-Chef Enders war bei der Bestellung der Kampfjets 2003 noch Chef der Rüstungssparte. Airbus bestätigte die Ermittlungen. Ein Unternehmenssprecher wies die Vorwürfe als haltlos zurück.

Ermittlungen gegen 16 Personen

Staatsanwälte in München und Wien nehmen den umstrittenen Kauf der Kampfflugzeuge des Typs Eurofighter durch Österreich schon seit Jahren unter die Lupe. Sowohl der Kauf als auch die in der Rüstungsbranche üblichen Gegengeschäfte waren wegen des Verdachts auf Schmiergeldzahlungen und Scheingeschäfte immer wieder in die Schlagzeilen geraten.

Laut dem Dokument ermittelt die österreichische Justiz insgesamt gegen 16 Personen. Auch bei der Münchner Staatsanwaltschaft stehen 16 frühere Eurofighter-und EADS-Manager unter dem Verdacht der Untreue. Zur Jahresmitte will die deutsche Justiz Ergebnisse vorlegen.

(sda/cfr)

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