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Aktivere Aktionäre setzten Verwaltungsräte unter Druck

Sitzungszimmer
Sitzungszimmer: Hier entstehen und sterben Firmenstrategien.Quelle: Keystone

Verwaltungsräte müssen laut einer Umfrage mehr arbeiten und spüren die verstärkte Einflussnahme von Aktionären.

Veröffentlicht am 18.02.2018

Verwaltungsräte von Schweizer Unternehmen spüren laut einer Umfrage mehr Druck: Sie müssen mehr Zeit in die Verwaltungsratstätigkeit stecken und sich mehr mit der Geschäftsleitung austauschen. Der Reputationsdruck und die Einflussnahme der Aktionäre haben zugenommen.

Mit 56 Prozent geben mehr als die Hälfte der Befragten an, der zeitliche Aufwand für die Verwaltungsratstätigkeit habe in den letzten zwölf Monaten zugenommen. Bereits vor einem Jahr meldete eine Mehrheit der Befragten einen gestiegenen Aufwand. Das geht aus der aktuellen Ausgabe des swissVR-Monitors hervor. Die Umfrage der Verwaltungsratsvereinigung swissVR in Zusammenarbeit mit Deloitte und der Hochschule Luzern wird halbjährlich durchgeführt.

Aktivere Aktionäre

Für über die Hälfte der Befragten hat sich der Austausch mit der Geschäftsleitung intensiviert. Fast ein Drittel nimmt eine Zunahme des Reputationsdruckes und der Einflussnahme der Aktionäre im vergangenen Jahr wahr.

Die Arbeit im Verwaltungsrat werde anspruchsvoller und aufwändiger, da auch die Themenvielfalt und der Formalismus zunähmen, begründet swissVR-Vizepräsident Christoph Lengwiler, der am Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ der Hochschule Luzern doziert. Die Aufgaben beschränkten sich schon lange nicht mehr auf die Strategiefestlegung und Ernennung der Geschäftsleitung.

(sda/ise)

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