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Arbeitskonzepte müssen noch agiler werden

Know-how: «Wir müssen nach Kooperationen Ausschau halten.» Pexels

Aufwändige Projekte mit unübersichtlichen Arbeitskonzepten - das entspricht nicht unserer Zeit. Wie man grössere Aufträge am effizientesten ausführen kann.

Von Petra Rüegg*
am 15.03.2017

Nach langer Verhandlungsphase hat es endlich geklappt. Mein Konzept, den Auftrag flexibel und lösungsorientiert mit selbstständigen Experten aus meinem Partnerpool umzusetzen, hat überzeugt. Die schriftliche Zusage liegt auf dem Tisch.

Agile und projektbezogene Arbeitskonzepte entsprechen dem Zeitgeist. Gerade für Kleinstunternehmer sehe ich darin Chancen, sich auch bei Grossaufträgen in Projektteams einzubringen. Dank der 
Digitalisierung entstehen in den Wertschöpfungsketten immer neue Innovations- und Optimierungsmöglichkeiten. Damit tun sich für etablierte Giganten wie für sportliche Kleinstakteure neue Marktchancen auf. Da die notwendigen Qualifikationen selten alle innerhalb ­eines Unternehmens abgedeckt werden, bietet sich ein partnerschaftliches Näherrücken von komplementären Fähigkeiten an.

Chemie muss stimmen

Sind also Projektteams mit zusammengewürfelten Experten die Lösung? Nein. Die Bündelung der notwendigen Ressourcen, die reibungslose Koordination und Abwicklung steht und fällt mit dem Projektmanager und dem Konzept. Die besten Erfahrungen mache ich dabei mit langjährigen Partnern aus meinem Netzwerk. Sie sind handverlesen – die Beziehungen entwickelten sich über Jahre, sie haben Handschlagqualität. Und glauben Sie mir: Stimmt die Chemie, stimmt auch das Resultat. Das gilt übrigens für alle Kooperationsformen – vom Netzwerk, dem Partner-Ökosystem, über die Arbeitsgemeinschaft, das Franchising, den Cluster, die Dachorganisa­tion, bis zur gemeinsamen Gesellschaft.

Unter dem Titel «Wir brauchen multidisziplinäre Teams» beschrieben kürzlich Vertreter eines Beratungsunternehmens in der Schweiz die Notwendigkeit für Firmen, vermehrt Experten aus unterschiedlichen Bereichen an einen Tisch zu bringen. Man könnte einen Schritt weitergehen: Wir brauchen multidisziplinäre Teams und einen offenen Dialog. Ich bin überzeugt, dass damit noch innovativere Arbeitskonzepte und ein wirtschaftlich interessantes Näherrücken etablierter Konzerne und agiler Kleinstunternehmen möglich wären.

*Petra Rüegg, Geschäftsführerin QPM Marketing Services, Vorstand Verband Frauenunternehmen
 

In der Kolumne «Mehrwert» schreiben erfolgreiche Geschäftsfrauen über die Arbeitswelt.

 

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