Der Aufschrei war laut: Der Pharma- und Chemiekonzern Merck Serono gab im Sommer bekannt, bis Mitte 2013 seinen Forschungs- und Entwicklungsstandort in Genf zu schliessen. Nun stehe laut Bericht des «Tages-Anzeigers» (TA) ein Prestigeobjekt kurz vor der Realisierung: «Der ehemalige Serono-Besitzer Ernesto Bertarelli ergreift gemeinsam mit Hansjörg Wyss, der ETH Lausanne und der Universität Genf die Initiative, um auf dem Gelände von Merck Serono ein Innovations- und Forschungszentrum aufzubauen.»

Wie der TA-Recherchen zeigten, sei das Projekt mit den Forschungsschwerpunkten Biotech, Life Science und Health Care bereits sehr projekt. 100 Mitarbeitende soll das Projekt beschäftigen - darunter auch Forscher, die aktuell für Merck Serono arbeiten würden.

Das Investitionsvolumen belaufe sich auf mehrere Hundert Millionen Franken, die Finanzierung würden im Sinne einer Public-Private-Partnership der ehemalige Serono-Bertarelli und Wyss tragen. Letzterer plane laut Bereich ein Wyss Institute einzurichten, wie er das bereits an der Harvard University getan hat. 

Die Angebotsfrist für den Verkauf des Merck-Serono-Gebäudes lief vergangenen Donnerstag ab. Weder Merck Serono noch das mit der Abwicklung beauftragte Immobilienunternehmen SPG Intercity wollten den Bericht kommentieren.

Der Verkaufspreis dürfte laut Schätzungen zwischen 200 und 400 Millionen Franken liegen. Wie der TA weiter berichtet, habe Bertarelli der Verkauf des Areals im Jahr 2006 rund 450 Millionen Franken eingenommen.

(vst/aho)

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