Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an Robert Lefkowitz und Brian Kobilka aus den USA. Sie erhalten den Preis für die Entdeckung von Strukturen in der Zellwand, die wichtige Signale von aussen in die Zelle leiten. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit. 

Die Untersuchungen der Preisträger seien «entscheidend für das Verständnis, wie G-Protein-gekoppelte Rezeptoren funktionieren», hiess es in der Begründung. Diese Rezeptoren erlaubten es den Zellen, sich «an neue Situationen anzupassen». Die Wirkung von etwa der Hälfte aller Medikamente beruht auf diesen Rezeptoren, weshalb man sich von ihrer Erforschung bessere Wirkstoffe erhofft.

Robert Lefkowitz arbeitet am Howard Hughes Medical Institute und an der Duke University, Brian Kobilka lehrt an der Stanford University. Die höchste Auszeichnung für Chemiker ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Franken (8 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

Verleihung am 10. Dezember

Im vergangenen Jahr hatte der israelische Wissenschaftler Daniel Shechtman die Auszeichnung erhalten. Mit der Entdeckung sogenannter Quasi-Kristalle erbrachte er den Beweis dafür, dass die Atom- beziehungsweise Molekülanordnung in Kristallen regelmässig erscheinen kann, aber nicht zwingend sich wiederholende Muster aufweisen muss.

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Die Nobelpreis-Woche begann am Montag mit dem Medizin-Preis, der an die Stammzellpioniere John Gurdon (GB) und den Japaner Shinya Yamanaka ging. Am Dienstag gewannen der Franzose Serge Haroche und der US-Amerikaner David Wineland den Physik-Preis für ihre Arbeit mit Quantenpartikeln.

Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäss am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

Bildgalerie: Die Nobelpreise 2012

 

(tno/aho/sda)