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Gerücht
Cohn wird vielleicht doch nicht neuer Chef der Fed

Gary Cohn: Er beratet Trump in Wirtschaftsfragen. Keystone

Er galt als Donald Trumps Favorit für die Spitze der US-Notenbank Fed. Doch nun ist Berater Gary Cohn beim Präsidenten offenbar in Ungnade gefallen. Das Rennen um den Posten ist wieder offen.

Veröffentlicht am 07.09.2017

US-Präsident Donald Trump hat für den Anfang 2018 frei werdenden Platz an der Spitze der Notenbank Fed nach Angaben von Insidern mehrere Kandidaten im Auge. Sein oberster Wirtschaftsberater Gary Cohn gehöre allerdings nicht dazu, sagten mehrere mit den Planungen vertraute Personen am Mittwochabend der Nachrichtenagentur Reuters. «Er wird es nicht werden», sagte einer der Insider mit Verbindungen zum Präsidialamt. «Trump möchte ihn feuern.»

Der Präsident ist demnach verstimmt über die Reaktion Cohns auf seine umstrittene Rede zu den rechtsextremen Ausschreitungen von Charlottesville, für welche er «mehrere Seiten» verantwortlich machte. Der Jude Cohn war bei der Rede anwesend und sah dabei sehr unglücklich aus. Später sagte der frühere Goldman-Sachs-Präsident, die Regierung müsse Hass schärfer verurteilen. «Der Präsident vergisst nicht», sagte ein weiterer Insider, warum Cohn in Ungnade gefallen sei.

Bleibt Yellen an der Spitze?

Trump könnte die noch von seinem Vorgänger Barack Obama geholte Fed-Chefin Janet Yellen 2018 mit einer zweiten Amtszeit belohnen. Das galt lange als undenkbar, da sie sich gegen die von Trump befürwortete Lockerung der Bankenregulierung ausgesprochen hat. Als potenzielle Nachfolgekandidaten gelten der frühere Fed-Governeur Kevin Warsh und Stanford-Ökonom John Taylor.

(reuters/mbü/me)

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