Credit Suisse ist in den Kampf an der Wall Street um technisch versierte Quant-Analysten eingetreten und hat Matthew Rothman eingestellt, vormals Manager bei Acadian Asset Management. Er soll ein globales Team aufbauen, das Grossinvestoren durch die Analyse von Datenmengen in der Aktienauswahl unterstützt.

Der 50-jährige Rothman trat seine Stelle als Leiter Quantitative Equity Research in New York am Montag an, wie Sprecher Azar Boehm mitteilte. Es handelt sich um eine neu geschaffene Position. Im Laufe der nächsten Monate soll er eine Gruppe Analysten zusammenstellen, die quantitative Strategien veröffentlichen und die Dienstleistungen der Bank für daran interessierte Kunden ergänzen. Rothman berichtet an Stefano Natella, Leiter Global Markets Research.

Rapide Entwicklung

Investmentbanken und Fondsmanager wetteifern um Programmierer, Analysten und Händler, die mit Hilfe von Computerprogrammen aus Datenmengen Trends ableiten, Strategien verfeinern und Wetten abschliessen können. Der Bereich entwickelt sich rapide über die traditionelle quantitative Analyse hinaus, die auf statistischen Mustern bei Wertpapierkursen basiert.

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Goldman Sachs Group holte jüngst wieder Michael Turok zurück an Bord, der zwischenzeitlich für Blackrock gearbeitet hatte, um Kunden mit quantitativen Anlagestrategien zu unterstützen. Wolfe Research LLC schnappte sich den hochkarätigen Quant-Analysten Yin Luo von der Deutsche Bank, um den Bereich quantitative und volkswirtschaftliche Analyse zu leiten und Kunden bei der Portfoliostrategie zu beraten.

(bloomberg/jfr)