«Das ist nicht haltbar. Das ist nicht richtig.» Mit diesen Worten kommentiert Credit-Suisse-Konzernchef Brady W. Dougan in einem Interview mit «Bloomberg TV» den Umstand, dass sich in den vergangenen Jahren die Vergütungen der Banken besser entwickelt hätten als die Renditen für die Aktionäre.

Dies soll sich ändern, sobald die Überarbeitung des CS-Geschäftsmodells abgeschlossen sei. Dougan bezeichnet diese Umstrukturierung als zu 80 Prozent abgeschlossen. Danach soll es der CS möglich sein, eine Eigenkapitalrendite zu erzielen, die zu den höchsten der Branche gehören soll. Aktuell liegt diese bei 4,28 Prozent - diese soll laut dem 53-Jährigen mit der Zeit auf 15 Prozent steigen.

«In den vergangenen Jahren haben die Aktionäre mit Sicherheit einen grösseren Rückgang bei ihren Renditen verzeichnet als die Mitarbeiter im Geschäftsmodell», sagte Dougan.

«Die Welt der Zukunft dreht sich um Renditen», sagte Dougan. «Es geht nicht nur um absolute Erlöse in allen Sparten. Es geht um die Kapitalrendite.»

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Und weiter: «Wir wollen wieder dahin kommen, dass wir konkurrenzfähige Vergütungen zahlen, aber auch unseren Aktionären entsprechende Zahlungen bieten können, so dass die wirtschaftlichen Erträge der Bank vernünftig aufgeteilt werden.»

Die Credit Suisse hatte ihr Engagement im Investmentbanking zuletzt bekräftigt – aber die Sparten für Vermögensverwaltung, Unternehmenskunden und institutionelle Investoren sowie das Asset Management zusammengeführt, um die Kosten zu senken und die Zusammenarbeit innerhalb der Gesellschaft zu verbessern. «Das ist eine der Sachen, die die ganze Umstellung des Geschäftsmodells zum Ziel hat», sagte Dougan gegenüber «Bloomberg TV».

(vst/chb)