Die Computer- und Netzsicherheit ist nach Ansicht von Urs Rohner «das mit Abstand grösste Risiko des Finanz- und Bankensystems». Der VR-Präsident der Grossbank Credit Suisse fordert daher in Sachen Cybersecurity ein konzertiertes Vorgehen staatlicher und privater Akteure.

Sollte ein Cyberkrimineller in der Lage sein, in den Kern einer IT-Infrastruktur einzudringen und das Bankensystem für 48 Stunden zu blockieren, kann er «Chaos verursachen», warnte Rohner am Dienstagabend während einer Debatte des Efficiency Clubs in Zürich.

Der Kreis der Cyberkriminellen umfasst laut Rohner aber nicht nur Privatpersonen. Auch staatliche oder halbstaatliche Akteure würden versuchen, in die Computernetze der Banken zu gelangen. «Es gab immer wieder Versuche, in die Systeme einzudringen», erklärte Rohner.

Hohe Investitionen nötig

«Wir müssen mit erheblichen Mitteln sicherstellen, dass dies nicht passieren kann», betonte der CS-Präsident. Doch selbst wenn alle Vorsichtsmassnahmen getroffen würden, bestehe ein Restrisiko.

«Deshalb brauchen wir die Zusammenarbeit aller Akteure der Branche in der Schweiz. Auch der öffentlichen Akteure und Infrastrukturbetreiber wie der SIX, um sicherzustellen, dass es kein systemisches Problem gibt», erklärte Rohner.

(awp/mbü)

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