Führungskräfte aus dem Ausland sind in der Schweiz weiter sehr gefragt - zu diesem Schluss kommt der «Schillingreport», der zum siebten Mal die Chefetagen der hundert grössten Schweizer Unternehmen durchforstete. Der Ausländeranteil in den den Schweizer Geschäftsleitungen habe aber bei 45 Prozent erstmals stagniert.

«Ohne Deutsche ein ernsthaftes Problem»

«Eine Schlüsselrolle für die Schweizer Wirtschaft spielen die Führungskräfte aus Deutschland», so die Studie. Sie bauten innerhalb der ausländischen Geschäftsleitungsmitglieder ihre Präsenz um zwei Punkte auf 32 Prozent aus. Auch unter den ausländischen Verwaltungsratsmitgliedern dominieren die Deutschen - dort mit einem Anteil von 24 Prozent. «Hier ist allerdings eine umgekehrte Entwicklung erkennbar», heisst es. Die Deutschen verloren zwei Prozentpunkte - die Angelsachsen legten zu.

«Ohne den Zuzug deutscher Führungskräfte hätte die Schweizer Wirtschaft ein ernsthaftes Problem», wird Studienautor Guido Schilling zitiert.

Auch interessant: An der Führungsspitze stieg die Fluktuation gesamthaft wieder an: Fast jeder fünfte CEO sei neu berufen worden. Auch auf Stufe CEO stieg der Anteil der Deutschen gemäss Studie in den vergangenen Jahren von 13 auf aktuell 21 Prozent.

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(vst/chb)