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«Die Todsünde der freien Schweiz»

Oswald Grübel: «Wenn man sonst nicht mehr weiter weiss, greift man zur Steuer.» (Bild: Keystone)

Zehn Stichworte, zehn Antworten: Ex-UBS-Chef Oswald Grübel äussert sich zur Euro-Franken-Untergrenze, zum Bankgeheimnis, zur Finanzmarktsteuer und zu Bonuszahlungen.

Von Volker Strohm
am 18.04.2012

«Zehn Stichworte, zehn Antworten» - nach diesem System hat «Handelszeitung Online» im Vorfeld des 42. St. Gallen Symposium, das am 3. und 4. Mai stattfinden wird, Referenten und Topic Leaders des hochkarätig besetzten Anlasses mit aktuellen Themen konfrontiert.

Den Abschluss der Serie macht ein «Urgestein» der Schweizer Bankbranche: Oswald Grübel ist zwar gebürtiger Ostdeutscher, stiess aber bereits 1970 zur Credit Suisse, deren Konzernchef er von 2003 bis 2007 war. 2009 folgte das Engagement an der Spitze der anderen Schweizer Grossbank UBS - am 24. September 2011 gab Grübel seinen Rücktritt als CEO bekannt. Seine Antworten sind knapp, aber nicht minder prägnant.

1. Stichwort: «Facing Risk» - das Symposium-Thema 2012
Oswald Grübel:
Wir gehen für lange Zeit in eine risikoscheue Phase.

2. Stichwort: «Bankgeheimnis»
In unserer technologisierten Welt ist kein Platz mehr für Geheimnisse.

3. Stichwort: «Bonuszahlungen»
Ein Ausläufer, in ein paar Jahren nicht mehr interessant.

4. Stichwort: «Verhältnis Schweiz/Deutschland»
Wird sich entgegen den Erwartungen erheblich verschlechtern.

5. Stichwort: «Bankmanager der Zukunft»
Mittelmässig, risikoscheu.

6. Stichwort: «Finanzmarktsteuer»
Wenn man sonst nicht mehr weiter weiss, greift man zur Steuer.

7. Stichwort: «Euro/Franken-Untergrenze»
Die Todsünde der freien Schweiz.

8. Stichwort: «Euro-Rettungsschirme»
Notwendiger Transfer.

9. Stichwort: «Europäische Union in 10 Jahren»
Weniger demokratisch, wirtschaftlicher Neuanfang.

10. Stichwort: «Börsenjahr 2012»
Besser als erwartet.

 

 

 

 

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