Den Grundstein seiner Karriere legte der 51-jährige Andre «Dr. Dre» Young 1986 als Mitglied der Hip-Hop-Crew N.W.A. aus Compton, einem Vorort von Los Angeles. Mit dem Song «Fuck tha Police» protestierte die Formation schon damals gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt.

Nach durchschlagenden Erfolgen als Crew-Mitglied, Solokünstler und Produzent gründete Dre 2008 zusammen mit Produzent Jimmy Iovine das Kopfhörer- und Streamingunternehmen Beats Electronics. Der Verkauf der Firma an Apple, acht Jahre später, zum Preis von mehr als 3 Milliarden Dollar katapultierte ihn an die Spitze der bestverdienenden Künstler.

Sein Konzept
«Ich tue es nicht wegen des Geldes, das kommt sowieso», lautet das Motto des West-Coast-Rappers. Beats Electronics gründete Dre denn auch, weil ihm die Musikqualität der Ohrstöpsel, die unter anderem Apple mit ihren iPods auslieferte, nicht genügte.

Seine Premium-Kopfhörer mit dem «b» als Markenzeichen schmückten fortan die Häupter von Celebrities wie US-Basketball-Star LeBron James oder DJ David Guetta. Mit dem Aufbau eines Musik-Streaming-Dienstes, der zu einem entscheidenden Teil des Apple-Deals wurde, hat Dr. Dre erneut bewiesen, dass er einen guten Riecher für die Trends in seiner Branche hat.

Seine Erfolge
Vom Verkauf von Beats Electronics an Apple sind Dr. Dre nach Abzug der US-Steuern geschätzte 500 Millionen Dollar zugeflossen, da er zusammen mit seinem Gründungspartner einen Anteil von 50 Prozent am Unternehmen hielt.

Nun ist er offiziell ein Apple-Angestellter. Seit dem Deal hat Dre 2015 einen Film produziert und dazu ein neues Album herausgegeben.

Seine Fehlschläge
Der Einstieg ins Geschäft mit tragbaren Lautsprechern im Jahr 2012 ist Beats Electronics missglückt. Die Produkte galten als «winzige Boxen mit grossen Problemen».

Schwierigkeiten bereitete dem Rapper auch sein geplantes Studioalbum «Detox». Während zehn Jahren arbeitete er an diesem Werk und stellte es 2010 endgültig ein.