Beim Komponenten- und Gehäusehersteller Phoenix Mecano kommt es zu einem Chefwechsel: Rochus Kobler, derzeit Betriebschef des Unternehmens mit Sitz in Stein am Rhein, übernimmt das Amt im Mai. Der aktuelle Chef Benedikt Goldkamp wird dann Verwaltungsratspräsident.

Der heutige Verwaltungsratspräsident Ulrich Hocker wiederum erhält ein neues Amt: Er wird sogenannter «Lead Director». Laut einer Mitteilung von Phoenix Mecano wird er in dieser Funktion den künftigen Verwaltungsratspräsidenten Goldkamp, der weiter operativ tätig sein wird, bei Interessenkonflikten vertreten. Voraussetzung für die personelle Rochade ist, dass die Aktionäre an der Generalversammlung vom 20. Mai zustimmen.

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Vorgeschobene «Verjüngung»

Ein bestimmter Grund für die personellen Wechsel wird in der Mitteilung nicht genannt. Es ist aber von einer «Verjüngung der Unternehmensführung» die Rede. Der aktuelle und der künftige Chef sind allerdings genau gleich alt. Beide haben Jahrgang 1969. Der zurücktretende Verwaltungsratspräsident Hocker ist mit Jahrgang 1950 hingegen im Pensionsalter.

Guter Start ins Jahr

Das Unternehmen informierte zudem über den Geschäftsgang im ersten Quartal: Trotz der massiven Verwerfungen an den Weltbörsen habe sich das eigene Geschäft zu Jahresbeginn als «relativ robust» erwiesen, schreibt Phoenix Mecano.

Die Aufträge nahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Ebenso der Umsatz, der von rund 140 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 147 Millionen Euro stieg. Das Betriebsergebnis erhöhte sich von knapp 9 Millionen Euro im ersten Quartal des Vorjahres auf knapp 10 Millionen Euro.

Mechanische Komponenten laufen gut

Gut lief es insbesondere für die grösste Sparte Mechanische Komponenten. Sie steigerte Umsatz und Betriebsergebnis deutlich. Weniger gut erging es der Sparte Gehäusetechnik: Sie erzielte etwas weniger Umsatz und verdiente deutlich weniger.

Die dritte Sparte ELCOM/EMS, die nach dem Ausstieg aus dem Solargeschäft neu ausgerichtet werden muss, schreibt weiterhin rote Zahlen. Phoenix Mecano will den Umbau hier allerdings in diesem Jahr abschliessen. Fallen die Kosten für die Restrukturierung weg, sollte auch der Gewinn deutlich steigen. Im ersten Quartal konnte die Sparte zumindest den Verlust etwas verkleinern.

(sda/chb)