Die britische Justiz hat heute die Auslieferung eines ehemaligen Kaders der Schweizer Grossbank Credit Suisse an die USA gut geheissen. Der Betroffene kann noch Einsprache gegen den Entscheid einlegen. Er wird in den USA beschuldigt, Konten manipuliert zu haben.

Ein Londoner Gericht ordnete die Auslieferung des 39-jährigen US-Amerikaners an seinen Heimatstaat in einer öffentlichen Verhandlung an. Auch der Beschuldigte war anwesend. Er war Ende September aufgrund eines US-Gesuchs in London verhaftet worden, anschliessend wurde er freigelassen. Seiner Auslieferung muss die britische Regierung noch zustimmen.

Die Verteidigung des ehemaligen Bankers gab nach der Verhandlung keinen Kommentar ab. Der Banker wird vom US-Justizministerium beschuldigt, in der Hypothekenkrise Abrechnungen geschönt und so Probleme der Bank vertuscht zu haben.

(rcv/tno/sda)