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Ex-NZZ-Chefredaktor präsidiert den Presserat

Markus Spillmann: Bis Ende 2014 Chefredaktor der «Neuen Zürcher Zeitung». Keystone

Acht Jahre lang war Markus Spillmann die höchste Feder an der Falkenstrasse. Der einstige NZZ-Chefredaktor übernimmt nun das Präsidium des Schweizer Presserats.

Veröffentlicht am 19.12.2016

Der ehemalige Chefredaktor der «Neuen Zürcher Zeitung», Markus Spillmann, wird Präsident des Stiftungsrats «Schweizer Presserat». Der Stiftungsrat hat ihn am Montag gewählt, wie er mitteilte. Spillmann folgt auf Bernard Cathomas, der die Stiftung seit 2012 präsidiert hat und dieses Amt nun altershalber abgibt.

Spillmann ist seit 2015 mit seiner inhabergeführten Firma Partner in der auf Führungs-, Management- und Kommunikationsfragen spezialisierten Beratungsgemeinschaft Klaus Metzler Eckmann Spillmann. Daneben unterrichtet er als Dozent für Journalismus und Medienmanagement an mehreren Hochschulen und moderiert Gesprächsrunden. Er ist unter anderem Vizepräsident des Internationalen Presseinstituts in Wien sowie Mitglied der Eidgenössischen Medienkommission.

Erodierende Glaubwürdigkeit

«Der professionelle Journalismus steht unter Druck, seine Glaubwürdigkeit erodiert», wird Spillmann in der Mitteilung zitiert. «Als Branche müssen wir alles daran setzen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, unsere berufsethischen Standards hochzuhalten und in einer sich dramatisch verändernden Informationsgesellschaft weiterzuentwickeln.» Dem Presserat komme dabei als unabhängige und breit akzeptierte Selbstregulierungsinstanz eine eminent wichtige Rolle zu.

Spillmann war von 2006 bis 2014 Chefredaktor der «NZZ». Nach seiner Demission als NZZ-Chef entbrannte ein Streit um die Führung. Der Verwaltungsrat liebäugelte mit einer Installierung von Markus Somm, die Redaktion lief dagegen Sturm.

(sda/ise/mbü)

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