Die Stuttgarter Strafverfolger erklärten, sie halten zwar daran fest, dass sich Wiedeking und Ex-Finanzchef Holger Härter beim Übernahmepoker von Porsche und Volkswagen 2008 der Marktmanipulation schuldig machten.

Doch das Revisionsrecht lasse nur eine eingeschränkte Überprüfung des Landgericht-Urteils vom März durch den Bundesgerichtshof zu. Der Freispruch von Wiedeking und Härter wird damit rechtskräftig. Zudem muss die Familienholding der Porsches und Piechs, VW-Grossaktionär Porsche SE, nicht länger mit einer Geldbusse rechnen. Die Staatsanwaltschaft hatte für die mitangeklagte Holding ein Bussgeld von 807 Millionen Euro gefordert.

Keine Chance vor Gericht

Die Strafverfolger hatten Wiedeking und Härter vorgeworfen, mit wahrheitswidrigen öffentlichen Dementis der geplanten Übernahme den Kapitalmarkt gezielt getäuscht zu haben. Das Landgericht hatte alle Beweise der Staatsanwaltschaft als haltlos zurückgewiesen. Die Übernahme war letztlich gescheitert, weil Porsche in der Finanzkrise das Geld ausging. Seither sind die Familienclans von Wolfgang Porsche und Ferdinand Piech über die Porsche SE mit einem Anteil von gut 52 Prozent grösster Eigner von Volkswagen. Die Sportwagenschmiede Porsche wurde zur profitabelsten Marke des Wolfsburger Konzerns.

(reuters/chb)