Gemäss Informationen, die der «Handelszeitung» vorliegen, wird der 59-Jährige Ex-Syngenta-Chef John Ramsay künftig als Berater für die Chinesen arbeiten. Als Konzernchef ad interim hat John Ramsay noch den Verkauf der Basler Syngenta an den chinesischen Staatskonzern Chem­China vorangetrieben. Vorgesehen ist eine Präsenz Ramsays vor Ort im Umfang von drei ­Wochen pro Monat.

Kritischer Moment

Der 1999 über die AstraZeneca-Transaktion zu Syngenta gestossene Schotte soll die chinesischen Einkäufer besser mit ihrem Asset vertraut machen und die Kommunikation mit dem Syngenta-Management verbessern.

Der Schachzug der chinesischen Seite kommt in einem kritischen Moment. Die knapp 44 Milliarden Franken schwere Transaktion steht zwar nicht auf der Kippe. Aber die Unsicherheiten haben in den letzten Monaten zugenommen.

Offene Fragen

Mit Donald Trump wird ab Januar ein erklärter Protektionist in den USA regieren. Dazu kommen offene Fragen auf chinesischer Seite wie wiederkehrende Gerüchte um die finanzielle Gesundheit der Käuferin und angebliche Pläne der chinesichen ­Regierung, ChemChina mit Sinochem zu verschmelzen.

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In Europa steht die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden noch aus. Gut möglich, dass die Personalie John Ramsay vor diesem Hintergrund auch der Vertrauensbildung dient.