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Versicherung
Generali will Greco-Abgang mit mehr Geld verhindern

Mario Greco: Auf dem Sprung zur Zurich Insurance Group. Keystone

Die Zurich Insurance Group ist auf der Suche nach einem neuen Chef. Als Kronfavorit gilt Generali-CEO Mario Greco. Der italienische Versicherer will den Chef aber mit mehr Lohn bei der Stange halten.

Veröffentlicht am 30.12.2015

Die Zurich Insurance sucht bekanntlich nach dem Abgang von Martin Senn einen neuen Konzernchef. Im Gespräch ist bzw. als Top-Favorit gilt der aktuelle Generali-CEO Mario Greco. Wie die «Financial Times» (online) nun schreibt, will der italienische Versicherer das Gehalt von Greco aufbessern und ihn damit von einem Wegzug zum Schweizer Erstversicherer abhalten.

Generali wolle Greco unbedingt behalten, zumal der Aktienkurs unter Greco in den letzten drei Jahren fast verdoppelt habe, heisst es im Bericht. Nun wolle man sein Gehalt, das im letzten Jahr 3,25 Millionen Euro betrug, erhöhen. Zurich zahlt seine Chefs historisch gesehen immer besser als Generali, so erhielt Senn im letzten Jahr ein Vergütungspaket von 8,4 Millionen Franken.

Greco als Top-Kandidat

Für Zurich-VRP Tom de Swaan ist Greco offenbar der Top-Kandidat, um Senn zu ersetzen. Dieser hatte erst Anfang Dezember seinen Abgang auf Ende 2015 bekannt gegeben, womit der Zeitdruck für einen Ersatz relativ gross ist. Greco gilt u.a. daher als Favorit, weil er die Zurich gut kennt und dort bis Juni 2012 das Lebens- und Sachversicherungsgeschäft verantwortete.

Bereits kurz nach Abgang von Senn hatte die «Bilanz» Greco als Top-Kandidaten für die Nachfolge an der Spitze der Zurich ins Spiel gebracht; umso mehr, als mit dem von de Swaan definierten Anforderungsprofil (Entrepreneurial Leader, Versicherungsmanager, CEO-Erfahrung) «nur eine Handvoll Kandidaten» in Frage kämen.

Entscheid im Januar

Laut dem heutigen FT-Bericht dürfte sich Greco im Januar entscheiden, ob er den Zurich-Job annehmen wird.

(awp/ise/mbü)

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