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Google holt sich Verstärkung aus dem Pentagon

Für den Bereich «Google X» ist auch Mitgründer Sergey Brin mitverantwortlich. (Bild: Keystone)

Google bekommt einen ranghohen Neuzugang mit Erfahrung in modernster Militärforschung. Regina Dougan war bisher Chefin der Pentagon-Forschungsagentur. Der Bereich, für den sie neu zuständig ist, trägt

Veröffentlicht am 13.03.2012

Die Chefin der Pentagon-Agentur DARPA, Regina Dugan, wechselt zu Google. Das bestätigten Sprecher des Internetkonzerns dem Magazin «Wired» und dem Blog «All Things Digital». Google arbeitet schon seit langem an Zukunftstechnologien wie selbstfahrende Autos. Der Bereich mit dem angeblichen Codenamen «Google X» wird laut Medienberichten von Mitgründer Sergey Brin betreut.

Die DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) war Ende der 1950er Jahre von der US-Regierung als Reaktion auf den Start des ersten sowjetischen Satelliten gegründet worden. Sie sollte verhindern, dass man erneut von Technik-Fortschritten der Gegenseite kalt erwischt wird. Hauptaufgabe der Agentur ist die Entwicklung zukunftsträchtiger Technologien, die dem US-Militär zugute kommen können. Sie war unter anderem eine Wiege für moderne Computernetze: Das ARPANET war in den 1970er Jahren der Vorläufer des Internets.

Zu den heutigen Projekten gehören Militär-Roboter, intelligente Überwachungssysteme und Raketentechnologie. Ausserdem führte die DARPA mehrere Wettbewerbe für selbstfahrende Roboter-Autos durch, bei denen das heutige Google-Team um Sebastian Thrun erfolgreich war.

Welche Position Dugan bei Google einnehmen soll, wurde zunächst nicht bekannt. Die 48-Jährige stand seit Sommer 2009 als erste Frau an der DARPA-Spitze. Schon in den 1990er Jahren hatte sie für die Agentur als Projektmanagerin gearbeitet.

Vor einem Jahr sorgte ein «Wired»-Bericht für Aufsehen, der enthüllte, dass einige DARPA-Aufträge an die Spezialfirma RedX Defense vergeben wurden, an der Dugan noch beteiligt ist. Sie rechtfertigte es damit, dass das Know-how des Unternehmens zum Aufspüren von Sprengsätzen einzigartig sei. Das Pentagon leitete eine Prüfung der Auftragsvergabe-Praxis ein.

(laf/tno/awp)

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