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IWF-Chefposten: Südafrika erwägt eigenen Kandidaten

Trevor Manuel: Möglicher Kandidat für den IWF-Chefposten. (Bild: Keystone)

Laut Südafrikas Präsident Jacob Zuma dnekt das Land darüber nach, einen eigenen Kandidaten ins Rennen um den IWF-Chefposten zu schicken. Eine Unterstützerin hat er auch schon gefunden.

Veröffentlicht am 03.06.2011

Südafrika denkt nach Worten von Staatspräsident Jacob Zuma darüber nach, Ex-Finanzminister Trevor Manuel ins Rennen um den IWF-Chefposten zu schicken. Das teilte Zuma am Donnerstag (Ortszeit) seiner brasilianischen Amtskollegin Dilma Rousseff in einem Telefonat mit, wie Präsidentschaftssprecher Rodrigo Baena in Brasília bekanntgab. Zuma habe Rousseff um Unterstützung gebeten.

Derzeit berate er auch informell mit Russland, China und Indien, die mit Südafrika und Brasilien den BRICS-Verbund bilden, über Möglichkeiten einer gemeinsamen Unterstützung für Manuel, der von 1996 bis 2009 südafrikanischer Finanzminister war. Zuma habe während des Telefonats dafür plädiert, den Einfluss der Schwellenländer beim Internationalen Währungsfonds zu erhöhen.

Rousseff bestärkte ihren Amtskollegen grundsätzlich in seinen Plänen, den Ex-Minister vorzuschlagen. Dadurch werde die Palette der Kandidaten breiter und damit auch die Auswahl an Ideen, wie die Agenda des IWF künftig aussehen solle, sagte die Staatschefin nach Angaben des Sprechers.

Brasilien ist derzeit beliebte Anlaufstelle für IWF-Kandidaten. In dieser Woche waren bereits die französische Finanzministerin Christine Lagarde und Mexikos Notenbankchef Agustín Carstens in Brasília. Beide haben Ambitionen auf den IWF-Chefposten.

Der Sprecher machte aber deutlich, dass Brasilien erst über seine Unterstützung entscheide, wenn alle Kandidaten bekannt sind. Bis 10. Juni können noch Bewerbungen für die Nachfolge des nach einer angeblichen Sexaffäre zurückgetretenen IWF-Direktors Dominique Strauss-Kahn eingereicht werden.

(laf/awp)

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