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Bundesrat
Johann Schneider-Ammann: «Nicht auf dem Ofenbänkli sitzen»

Bundesrat Johann Schneider-Ammann spricht waehrend einer Medienkonferenz zur Abstimmung ueber die Volksinitiative "Fuer die Wuerde der landwirtschaftlichen Nutztiere (Hornkuh-Initiative)", am Dienstag, 16. Oktober 2018 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Johann Schneider-Ammann: Der Emmentaler verlässt die Landesregierung.Quelle: © KEYSTONE / PETER KLAUNZER

Schneider-Ammann glaubt weiter an den Freihandelsdeal mit Trump. Und will sich als alt Bundesrat einen lang gehegten Berufswunsch erfüllen.

Von Stefan Barmettler
am 05.12.2018

Der scheidende Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann gibt zwar seinen Posten in Bern auf, aber er wird nicht Ruheständler. «Ich werde kaum auf dem Ofenbänkli sitzen bleiben», meint er zur «Handelszeitung». Er habe Angebote für Verwaltungsratsmandate, diese werde er in aller Ruhe prüfen. Vor seiner Wahl in den Bundesrat sass er im Verwaltungsrat der Industriefirma Mikron, wo die Ammann-Gruppe von Schneider-Ammann die Ankeraktionärin ist.

Auch als Investor in Startups werde er wieder betätigen. Sein Geschäftsfeld: «Mich fasziniert Biotech.» Als Wirtschaftsminister trat er regelmässig an Startup-Events auf. Sein Fazit: «Wir alle können von diesem unternehmerischen Spirit viel mitnehmen.» Der Berner hat einen weiteren Plan: «Mir schwebt vor, eine kleine Schreinerei zu betreiben.»

Der Deal mit Trump bleibt möglich

Schneider-Ammann ist zuversichtlich, dass das Freihandelsabkommen mit den USA aushandelbar ist. Schneider-Ammann: «Ich habe in Washington klipp und klar gesagt: Wir wollen ein Freihandelsabkommen aushandeln, am liebsten noch 2019.». Er glaube, dass die Voraussetzungen für einen Vertrag «weitestgehend» erfüllt seien. Noch gelte es ein par wenige Punkte auf dem so genannten Scoping Paper abzuarbeiten. Derzeit seien noch ein paar Dinge zu klären, «etwa der Umgang mit unterschiedlichen Produktionsmethoden und Deklarationsvorschriften.»

 

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