Jedes Land hat seine eigene Rechtsordnung, an die sich alle zu halten haben, die hier wohnen oder Handel betreiben. Nur: Was passiert, wenn im Zuge der Globalisierung der Handel nationale Grenzen überschreitet und man mit einer fremden Rechtskultur in Konflikt kommt, wie das in der Auseinandersetzung UBS - US-Behörden der Fall war? Auf solche Herausforderungen sind Juristen zu wenig vorbereitet – mit ein Grund für Sarah Montani und Franz Kummer, das Weblaw Forum ins Leben zu rufen. Anders als andere Fachveranstaltungen, die sich einer speziellen Rechtsthematik widmen, will es gleichsam als «Juristen-WEF» Richter, Anwälte, Professoren und Juristen zusammenführen. Denn, so die Überzeugung der Initianten, die modernen Herausforderungen lassen sich nur interdisziplinär und vernetzt lösen.

Was das bedeuten könnte, erfuhren die Teilnehmenden in zahlreichen Referaten und Workshops. Einige befassten sich mit der Zukunft der juristischen Ausbildung, andere zeigten auf, wie unabdingbar Netzwerken ist, so etwa, wenn man mit sieben Departementen und 36 000 Beschäftigten eine einheitliche Personalpolitik realisieren will, wie Barbara Schaerer, Direktorin des Eidgenössischen Personalamts, berichtete. Und wer für den Rechtsstreit zwischen der UBS und den USA einen interessanten Lösungsansatz suchte, erhielt ihn vom Frankfurter Rechtsanwalt Rolf Trittmann, der für solche Fälle Schiedsgerichte empfiehlt, da die Verfahren flexibel ausgestaltet werden können.

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