«The King of Bling» wird Laurence Graff auch genannt. Der in Genf wohnhafte Brite, der mit 17 seinen ersten Schmuckladen gründete, ist der weltweit führende Händler für teuerste Edelsteine. Er handelt mit allem, womit sich seine Kunden – Könige, Scheichs, Stars – behängen wollen. Seine Passion aber sind ­Diamanten. Wenn er an Auktionen auftaucht, ziehen die anderen den Kopf ein. Denn was er will, bekommt er auch – und wenn es ihn sehr viel kostet. So kam im letzten November in Genf ein rosa Diamant von 24,78 Karat unter den Hammer, Schätzpreis: 27 bis 38 Millionen Dollar. Am Ende erhielt Graff für 46 Millionen den Zuschlag. Bescheiden taufte er den Stein in «Graff Pink» um. Bei einer anderen Preziose dagegen schoss er übers Ziel hinaus. Vor zwei Jahren erstand Graff für 30 Millionen Franken den «Blauen Wittelsbacher». Als er das einstige Kronjuwel des Königreichs Bayern Monate danach zeigte, ging ein Schrei der Empörung durchs Land: Der Stein war komplett ­umgeschliffen. Da verspürte wohl mancher Bürger etwas Schadenfreude, als dann zwei Diebe in einer Londoner Graff-Filiale Juwelen im Wert von mehr als 60 Millionen Franken erbeuteten. Vermögen: 2–3 Milliarden

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