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Karriere
Leuthard wird als Raiffeisen-Präsidentin gehandelt

Doris Leuthard

Doris Leuthard: Ihre Amtszeit im Bundesrat geht dem Ende zu.

Quelle: Keystone

Doris Leuthard will nicht mehr lange im Bundesrat bleiben. Möglicherweise wechselt sie an die Spitze der Bank Raiffeisen.

Veröffentlicht am 19.02.2018

Doris Leuthard hat ihren baldigen Abschied aus der Landesregierung angekündigt. Am Ende der Legislatur wolle sie aus dem Bundesrat zurücktreten, sagte die 54-Jährige dem «Blick» – gut möglich, dass die Aargauer CVP-Politikerin das Gremium schon früher verlässt.

Vielleicht nimmt Leuthard eine prestigeträchtige Aufgabe in der Wirtschaft an: Die Politikerin sei im Gespräch als Präsidentin der Bank Raiffeisen, schreibt die «Nordwestschweiz». Zwar ist dieser Posten bei der Genossenschaftsbank momentan gar nicht vakant: Raiffeisen wird von Johannes Rüegg-Stürm präsidiert, Professor an der Universität St. Gallen.

Verfahren der Finma wegen der Ära Vincenz

Johannes Rüegg-Stürm war allerdings schon Präsident in der Zeit von Ex-Chef Pierin Vincenz – und aus diesem Grund werde er die Bank bald verlassen, spekuliert die Zeitung. Vincenzs Amtszeit ist in die Schlagzeilen geraten: Die Finanzmarktaufsicht hat ein Verfahren gegen den langjährigen Chef geführt, das inzwischen eingestellt worden ist. Ein separates Verfahren gegen die Bank ist aber noch im Gange. Mit einem Rücktritt von Rüegg-Sturm könnte die Bank einen Schlussstrich unter die Ära Vincenz ziehen.

Zurzeit ist Doris Leuthard unter Druck wegen des Buchungsskandals bei PostAuto. Diese Probleme in ihrem Departement gefährden aus Sicht der « Nordwestschweiz» nun auch eine mögliche Nomination als Raiffeisen-Präsidentin.

Raiffeisen schweigt zum Gerücht

Raiffeisen nimmt zu den Gerüchten keine Stellung. Die Bank betont, dass Johannes Rüegg-Stürm erst spätestens 2020 zurücktreten muss – der Präsident wird bis dann wie acht andere Verwaltungsratsmitglieder die Amtszeit- oder Altersbeschränkungen erreichen.

(mbü)

 

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