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Libor-Skandal: Barclays-Chef verzichtet auf Boni

Barclays-Chef Antony Jenkins verzichtet auf seine Boni. (Bild: Keystone)

Die britische Barclays-Bank betreibt nach dem Libor-Skandal Imagepflege: Antony Jenkins - Chef des Finanzinstituts - will auf seine variablen Vergütungsanteile verzichten.

Veröffentlicht am 01.02.2013

Der Chef der britischen Grossbank Barclays prescht im Wettrennen der Branche um die schnellste Imageverbesserung vor. Antony Jenkins kündigte an, für 2012 auf einen Bonus zu verzichten. «Das Jahr ist jetzt vorbei und es war eindeutig ein schwieriges für Barclays», erklärte er. «Ich denke, es ist richtig, dass ich eine gewisse Verantwortung dafür übernehme.»

Kulturwandel: Wer nicht mitzieht, kann gehen

Jenkins ist erst seit August im Amt - er übernahm das Ruder von Bob Diamond, dem die Affäre um Zinsmanipulationen den Job gekostet hatte. Er zählte zu den bestbezahlten Bankern der Welt. Die Bank musste wegen der Verwicklung in den Skandal rund eine halbe Milliarde Dollar Strafe zahlen. Barclays hat sich, wie andere Institute auch, einen Kulturwandel auf die Fahnen geschrieben. Damit will der neue Chef, der nicht aus dem Investmentbanking, sondern aus dem Privatkundengeschäft kommt, das ramponierte Image aufpolieren.

Vor einigen Wochen hatte er öffentlichkeitswirksam angekündigt, dass alle Banker, die nicht mitzögen, gehen müssten. Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen äusserte sich am Donnerstag ähnlich. Von Bonusverzicht war beim grössten deutschen Geldhaus allerdings nicht die Rede.

(muv/chb/sda)

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