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Bumerang-Firmen
Lohnt die Rückkehr zum Ex-Arbeitgeber?

Welcome back: Manche Firmen bemühen sich um Ex-Angestellte
Welcome back: Manche Firmen bemühen sich um Ex-AngestellteQuelle: Getty Image

Ehemalige Mitarbeiter kehren im Lauf ihrer Karriere besonders gern zu UBS, CS und Roche zurück. Unser Autor hat als Rückkehrer gemischte Erfahrungen gemacht.

Kommentar  
Von Andreas Güntert
am 17.11.2017

Ich war jung und ich brauchte das Geld. Also tat ich als Naivling nach einer zwölfmonatigen Reise das, was am einfachsten war: Ich dockte wieder beim gleichen KMU an, bei dem ich schon vor meinem Trip in Lohn und Brot gestanden war. Eine Rückkehr ins Bekannte und Bewährte. Und ein Frust: Ich kam als anderer Mensch zurück, doch in der alten Firma hatte sich rein gar nichts verändert. Ich ging bald wieder.

Zwanzig Jahre später versuchte ich mich noch einmal als Büro-Bumerang: Ich kehrte zurück in die Abteilung einer Grossfirma, in der ich zuvor bereits aktiv gewesen war. Nach zwei Jahren wurde mein ­Arbeitsbereich abgewickelt. Alle erhielten den finalen Kick in den Hintern. Das Aus der ganzen Abteilung führe ich zwar nicht auf mich persönlich zurück. Doch mit zwei negativen Erfahrungen stehe ich dem Bumerang-Konzept eher skeptisch gegenüber.

Ist das berufliche «Zurück in die Vergangenheit» also immer eine schlechte Entscheidung? So pauschal sehe ich das nicht. Worüber sich aber jeder klar sein sollte, der mit einem Comeback liebäugelt: Spielen Bequemlichkeit, persönliche Beziehungen oder Nostalgie die Hauptrolle, ist höchste Vorsicht angesagt. Handelt es sich aber um eine andere Abteilung im alten Unternehmen, um eine neue Position oder gar den Aufbau eines innovativen Projektes, würde ich sagen: Why not? Das Comeback könnte sogar zu einem «Zurück in die Zukunft» werden.

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