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Versicherung
Martin Senn droht das Aus an der Zurich-Spitze

Martin Senn: Der CEO soll für schlechte Zahlen büssen. Keystone

Mit einer vorsichtigen Anlagestrategie wurde Zurich-Geschäftsleiter Martin Senn zum Stern der Versicherungsbranche. Nun soll er nach sechs Jahren im Amt offenbar ersetzt werden.

Veröffentlicht am 12.11.2015

Martin Senn droht das Aus an der Spitze der Zurich Insurance Group. Das schreibt das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» in einer Vorabmeldung. Laut Insidern soll der Verwaltungsrat einen Nachfolger für den Zurich-Chef suchen. Beauftragt mit der Suche ist offenbar die Londoner Headhunter-Firma MWM Consulting. Sie hat bereits Tidjane Thiam als neuen Chef bei der Credit Suisse platziert.

Zurich-VR-Präsident Tom de Swaan, der vor zwei Jahren als Nachfolger von Josef Ackermann eher zufällig an die Spitze gerückt und bisher wenig prägend in Erscheinung getreten ist, sei Vorsitzender des Nominierungskomitees, schreibt das Magazin weiter.

Schlechte Zahlen

Senn ist seit knapp sechs Jahren im Amt, seit rund zehn Jahren arbeitet er bei der Versicherung. Davor stand er in den Diensten der beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse. Die Zurich will sich zu einem allfälligen Chefwechsel nicht äussern: «Wir kommentieren Marktgerüchte oder Spekulationen grundsätzlich nicht», lässt eine Sprecherin ausrichten.

Der CEO, der eigentlich als Stern im Versicherungshimmel gilt, muss gehen, weil die Zahlen zu schlecht sind, schreibt das Blatt. Der Versicherer musste im dritten Quartal einen Gewinneinbruch von 80 Prozent vermelden. Auch im gesamten bisherigen Jahr liegt das Unternehmen mehr als ein Drittel unter dem Vorjahr. Im September sah sich die Zurich wegen des schleppenden Geschäftsgangs dazu gezwungen, die anvisierte Übernahme der britischen Versicherungsgruppe RSA abzublasen.

(ise/ama)

 

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