Der neue Konzernchef von Nestlé, Ulf Mark Schneider, sieht sich bezüglich Wachstum im laufenden Jahr auf Kurs. «Wir haben uns für dieses Jahr einen Zielkorridor von 2 bis 4 Prozent gesteckt, befinden uns also im Soll», sagte er in einem Interview mit dem deutschen «Manager Magazin». «Ab 2020 wollen wir im mittleren einstelligen Bereich wachsen, und zwar organisch. An diesen Zahlen lassen wir uns gerne messen», sagte Schneider auf die Frage, ob er seine Mannschaft nicht stärker antreiben müsse.

Angesprochen auf den Druck seitens des neuen Aktionärs Daniel Loeb, welcher über seinen Hedgefonds Third Point Nestlé-Aktien im Wert von 3,5 Milliarden Dollar hält, erklärte Schneider: «Wir waren und sind mit allen unseren Aktionären in einem offenen Dialog, um die Erwartungen an uns genauer zu verstehen.» Er bestätigte damit frühere Aussagen.

Mit L'Oréal gut gefahren

Der Forderung von Loeb, den Anteil am Kosmetikkonzern L'Oréal zu verkaufen, setzt Schneider entgegen: «Nestlé ist mit seinem Engagement bei L'Oréal über inzwischen mehr als 40 Jahr ausgesprochen gut gefahren. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.» Weiter trat er Spekulationen entgegen, dass Nestlé zu einem Gesundheitskonzern umgebaut werden könnte. Nestlé erziele 95 Prozent seines Umsatzes mit Nahrungsmitteln und Getränken, das Health Care-Business trage nur rund 5 Prozent dazu bei.

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Natürlich habe dieser Bereich Potential, aber es wäre keine vernünftige Strategie, mit diesen 5 Prozent etwas in Aussicht zu stellen, dass die übrigen 95 Prozent überstrahle. Schneider schloss auch grössere Zukäufe in dieser Sparte nicht aus, er will dabei aber umsichtig vorgehen.

(sda/cfr)