1. Home
  2. Management
  3. Nicht ganz Herr der Meister

Umfrage
Nicht ganz Herr der Meister

 

Schweizer Firmen unterscheiden kaum zwischen konsekutivem und weiterbildendem Master. Ob dieser Titel von einer Universität oder Fachhochschule stammt, spielt für die Mehrheit keine Rolle.

Von Norman C. Bandi
am 20.11.2013

Im Auftrag der «Handelszeitung» hat Lee Hecht Harrison (LHH) diesen Herbst über 2500 Schweizer Kundenkontakte nach der Relevanz von Master-Studiengängen in ihren Unternehmen befragt. Auf den «LHH Barometer – Beförderungspolitik 2013» des führenden Spezialisten in der beruflichen Neuorientierung haben 222 Firmen reagiert. Dies entspricht einer Rücklaufquote von fast 9 Prozent.

Auf die Einstiegsfrage, ob Unternehmen bei Jobprofilen für Führungskräfte zwischen konsekutivem und weiterbildendem Master unterscheiden, antworteten nur 10,87 Prozent mit Ja. 73,91 Prozent verneinten. 15,22 Prozent waren nicht sicher, ob es überhaupt einen Unterschied gibt. Und ob.

Auf der einen Seite gibt es die konsekutiven Master, die in der Regel nahtlos auf einen Bachelor einer Universität oder Fachhochschule (FH) folgen.

Man unterscheidet hier sechs Abschlüsse:

  • Master of Arts (MA)
  • Master of Engineering (MEng)
  • Master of Law (MLaw)
  • Master of Medicine (MMed)
  • Master of Science (MSc)
  • Master of Theology (MTh)

Auf der anderen Seite gibt es die weiterbildenden Master, die selektiv und oft berufsbegleitend absolviert werden.

Man unterscheidet hier drei Titel:

  • Master of Advanced Studies (MAS)
  • Master of Business Administration (MBA)
  • Executive Master of Business
  • Administration (EMBA)

Ob diese Abschlüsse an einer Universität oder Fachhochschule erworben wurden, spielt vier Fünftel der befragten Firmen keine Rolle. Wenn aber gewertet wird, dann obsiegt die Universität in vier von fünf Fällen, dies jedoch nur bei knapp 13 Prozent der antwortenden Unternehmen.

Ab welcher Führungsstufe und aus welchen Gründen ein Master Voraussetzung ist, liess sich nicht eruieren.

Anzeige