1. Home
  2. Management
  3. Norwegens Aussenminister wird Chef des WEF

Aufstieg
Norwegens Aussenminister wird Chef des WEF

Børge Brende am WEF 2017: Nun wird der Norweger die Nummer zwei der Organisation. Keystone

Børge Brende wird neuer Chef des Weltwirtschaftsforums in Genf. Gründer Klaus Schwab bleibt Vorsitzender der Geschäftsleitung. Der Norweger könnte ihn dereinst beerben.

Veröffentlicht am 15.09.2017

Der norwegische Aussenminister Børge Brende wird neuer Chef des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Genf. Er werde Mitte Oktober von seinem Job als Aussenminister Norwegens zurücktreten, teilte Brende am Freitag in Anwesenheit der norwegischen Premierministerin, Erna Solberg, mit.

Der 51-Jährige ist in der neu geschaffenen Funktion als Direktionspräsident die Nummer zwei unter WEF-Gründer Klaus Schwab (79). Schwab bleibe Vorsitzender der Geschäftsleitung und sei weiterhin verantwortlich für die strategische Entwicklung des WEF, schrieb das WEF in einer Mitteilung. Schwab werde eng mit Brende zusammenarbeiten.

Favorit für Schwabs Nachfolge

Der Norweger war bereits von 2008 bis 2009 Direktor und von 2011 bis 2013 administrativer Direktor des Weltwirtschaftsforums. Die neue Funktion bringt Brende in die Pole-Position als Nachfolger von Klaus Schwab, welcher das WEF 1971 gegründet hatte. Die norwegische Premierministerin sagte zum baldigen Abgang Brendes in Olso: «Das WEF spielt eine wichtige Rolle, um die grossen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Herausforderungen der Welt zu lösen.»

Brende ist seit 2013 Aussenminister im Kabinett von Slobergs und ihrer konservativen Partei Høyre. Studiert hatte er Geschichte, Recht und Wirtschaft. Er war schon in den 80er-Jahren in der Konservativen Partei Norwegens aktiv. Später war er unter anderem Vizevorsitzender der Europa-Bewegung Norwegens sowie Umweltminister.

Bekannt ist Brende auch für seine Vermittlungstätigkeit zwischen den kolumbianschen Rebellen FARC und der Regierung Kolumbiens.

(sda/gku/cfr)

Anzeige