Philippe Gaydoul tritt ab – zumindest als CEO von Navyboot. Der Eigentümer der Schuhkette übergibt ab April die Leitung an den Deutschen Marcus Meyer, wie die «Bilanz» berichtet.

Es ist der finale Schritt, um sich aus dem operativen Geschäft herauszunehmen. Seit Mitte 2013 hatte Philippe Gaydoul die Schuhmarke, die er 2008 übernommen hatte, selbst geführt. Er bekleidete gleich drei Positionen: CEO, Marketing- und Vertriebschef. Vor einem Jahr kündigte er an, die Leitung von Vertrieb und Marketing abzugeben. Nun stellt Gaydoul auch das Amt als CEO zur Verfügung.

Geox aufgebaut

Sein Nachfolger ist bereits seit Mitte 2015 Mitglied des Verwaltungsrats bei Navyboot, er ersetzte dort den Immobilienunternehmer Urs Ledermann. Meyer baute zuvor, während rund zehn Jahren, die Schuhmarke Geox als Managing Director in den Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz auf.

Als Meyer Geox 2011 verliess, galt Deutschland als stärkster Auslandsmarkt der italienischen Schuhmarke. Im selben Jahr startete er als CEO und Präsident bei Highline United Europe, die Premium-Brands wie Ash oder French Connection vermarktete. Das Unternehmen hatte Meyer gemeinsam mit einer chinesischen Gruppe gegründet. Ebenfalls 2011 rief er seine Beratungsfirma MM Management & Consulting ins Leben.

(ise)