Die Schweiz hat mit der Abgeltungssteuer im Deutschen Bundesrat letzte Woche deutlich Schiffbruch erlitten.

Gemäss dem Finanzportal Finews.ch zwingt dies Pierin Vincenz, Chef der Raiffeisenbank, sich einmal mehr öffentlich für einen Strategiewechsel auszusprechen. «Der automatische Informationsaustausch ist meines Erachtens eine Option, die für die Zukunft zu prüfen ist, nachdem die Abgeltungssteuer einen schweren Stand hat».

Allerdings will Vincenz diese Konzession nicht ohne Gegenleistung vollziehen: Voraussetzung ist aber, dass der automatische Informationsaustausch EU-weit vollständig umgesetzt wird». 

Darüber hinaus glaubt Vincenz, dass sich die inländische Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug langfristig nicht aufrechterhalten lässt. «Irgendwann werden die Schweizer Bürgerinnen und Bürger entscheiden müssen, wo sie die Grenze zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung ziehen wollen».

Derweil kann Vincenz den Vorwurf, den Finanzplatz nachhaltig zu schädigen, nicht nachvollziehen. Vielmehr will der Raiffeisen-Chef mit einer neuen und nachhaltigen Strategie «eine politische und wirtschaftliche Isolation, die Wachstum und Prosperität verhindert und zu einer zunehmenden Wirtschaftsverdrossenheit führen würde», verhindern.

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(muv/rcv)